Unterschiedliche Atemschutzmasken und deren Vor- und Nachteile

Atemschutzmasken können sowohl Teil des Arbeitsschutzes in bestimmten Tätigkeitsfeldern sein, als auch aktuell ein alltäglicher Begleiter im Kampf gegen das neuartige Coronavirus.
Es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen. Das Sortiment reicht von Einmalmasken, über textile Masken, bis hin zu Masken mit besonderen Schutzfiltern, den sogenannten FFP Filtern. Diese gibt des in den Sicherheitsstufen FFP1, FFP2 und FFP3.
Schutzmasken kaufen kann man im Allgemeinen im Internet, in Supermärkten und in vielen anderen Geschäften.

Die wohl einfachste Art der Maske ist die einfache Einwegmaske. Diese waren zu Beginn der Corona Krise in fast allen Geschäften ausverkauft. Mittlerweile sind sie jedoch fast überall erhältlich.
Einwegmasken sind Atemschutzmasken aus mehreren Lagen Papier oder Flies.
Im Kampf gegen das Virus ist sie jedoch eher ungeeignet. Nicht nur, weil es sich bei dieser Maske eigentlich um ein nur sehr knapp verfügbares Medizinprodukt handelt, sondern auch, weil das Papier schon nach kurzer Zeit von der Feuchtigkeit aus der Atemluft durchweicht ist. Zudem müssen die Masken, wie auch der Name schon sagt, nach einmaligem Verwenden entsorgt werden, da sie danach keinen Schutz mehr bieten.
Das Tragen einer Einwegmaske empfiehlt sich also bezüglich Corona nur in Situationen mit einem geringen Infektionsrisiko.

Eine weitere Art von Atemschutzmasken, die sich momentan sehr stark verbreitet, ist die Textilmaske. Diese Masken bestehen meist aus Baumwolle oder Polyester und haben den Vorteil, dass sie nach dem Tragen einfach wieder bei 60°C in der Waschmaschine gewaschen und dann wiederverwendet werden können. Ein weiterer Vorteil, für alle die keine Atemschutzmasken kaufen wollen ist außerdem: Textilmasken lassen sich ganz einfach mit ein wenig Stoff, einem Gummiband, einer Nadel und einem Faden selbst herstellen. Somit sind sie weitaus günstiger als Einwegmasken.
Sie schützen sowohl den Träger, als auch das Umfeld vor Aerosolen, die beim Atmen und Sprechen frei werden. Dadurch kann, wiederum im Bezug auf das Corona Virus, das Infektionsrisiko per Tröpfcheninfektion vor allem im nahem Umfeld um den Träger reduziert werden. Viren oder Bakterien filtern die Masken allerdings nicht. Hierfür ist ein Filter notwendig.

Es gibt bei den Masken mit FFP Filtern drei verschiedene Abstufungen bezogen auf die Sicherheitsstufe des Filters. Diese sind FFP1, FFP2 und FFP3. Im folgenden Abschnitt werden diese drei Filtertypen näher erläutert.

Masken mit FFP Filtern

Laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sind die artikelfilternden FFP Masken Teil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Es gibt (unabhängig von der Art des Filters) Masken mit und ohne Ausatemventil. Dieses Ventil filtert auch die ausgeatmete Luft des Trägers und stellt somit auch einen Fremdschutz dar. Masken ohne Ventil schützen primär den Träger.

Die Schutzstufen FFP1, FFP2 und FFP3 sind europaweit nach der Norm EN 149:2001+A1:2009 standardisiert.
FFP1 Masken dürfen bei einer Schadstoffkonzentration in der Luft vom bis zu 4 fachen des Arbeitsplatzgrenzwerts (AGW) verwendet werden. Sie schützen vor ungiftigen Partikeln, nicht jedoch vor Enzymen, radioaktiven Substanzen und krebserregenden Stoffen.

Die Masken der nächsthöheren Schutzstufe sind FFP2 Masken. Diese dürfen bei einer Schadstoffkonzentration vom bis zu 10 fachen des AGW verwendet werden und schützen auch gegen gesundheitsschädliche Partikel.

FFP3 Masken werden bei Schadstoffkonzentrationen vom bis zu 30 fachen des AGW eingesetzt. Sie filtern auch krebserregende und radioaktive Substanzen, sowie Viren, Bakterien und Pilzsporen.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt im Kampf gegen das Corona Virus das Tragen von FFP2 und FFP3 Masken.